Kommunales Energiemanagement

Derzeit existiert keine allgemein akzeptierte Definition des kommunalen Energiemanagements (KEM). Die Empfehlungen zu einem KEM reichen von der Öffentlichkeitsarbeit zu Energiesparmaßnahmen in privaten Haushalten (Energieberatung), über das Energiecontrolling der kommunalen Liegenschaften bis hin zu Nutzermotivation und Schulprojekten im Rahmen der Agenda 21.

Wie meist beschränkt sich auch in diesem Abschnitt die Darstellung auf das Energiemanagement im Bereich eigener Liegenschaften.

Für die Organisation von Aufbau und Arbeitsabläufen im Energiemanagement in Kommunen unterschiedlicher Größenordnungen ergeben sich völlig andere Voraussetzungen und Vorgehensweisen. Das Personal ist mit einer größeren Aufgabenbreite weniger spezialisiert, die geringere Anzahl von Gebäuden führt zu ebenfalls geringeren Synergieeffekten und kleinem Auftragsvolumen mit weniger Gestaltungsmöglichkeiten. Die Organisation interner und externer Leistungserbringung ist daher vielleicht der am deutlichsten von der Größe der Kommune abhängige Bereich. Während Großstädte mit ausreichendem und qualifizierten Personal ein vollständiges Energiemanagement aufbauen können, sind kleine und mittlere Kommunen fast immer auf externe Hilfe angewiesen.

Gerade für kleine Kommunen stellt eine zentrale Leittechnik eine erhebliche Vereinfachung des Betriebs und Effizienzsteigerung dar, Aufbau und Konzeption der Datentechnik sind durch die Kommune jedoch häufig nicht möglich. Ohne eine teils automatische und teils per Hand unterstützte Datentechnik wird ein erfolgreiches Energiemanagment in kleinen Kommunen jedoch wesentlich erschwert.

Die in dieser Rubrik angeschnittenen Teilaspekte des kommunalen Energiemanagements in kleinen und mittleren Kommunen sollen einen Überblick über das gesamte Thema geben. Eine vollständige Darstellung findet sich in dem gleichnamigen BUCH.